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15. April 2017

„Leute, die wissen, wovon sie reden, brauchen PowerPoint nicht.“

Sie nutzen immer noch Power Point, weil alle es tun. Gleichzeitig beklagen Sie sich über den langweiligen Vortrag Ihres Kollegen. Auch Sie selbst verspüren wenig Leidenschaft für die Vorbereitung Ihres Vortrags, weil sie noch nicht wissen, was Sie eigentlich sagen möchten. Wenn Sie erst an die Formatierungsarbeit der Power-Point-Folien denken mit Grafiken, Diagrammen und Corporate Vorgaben gehen Sie lieber gleich Mittagessen, denn dort schmeckt der Salat, der auf Sie zukommt, viel besser.

 

Im Juni 2014 hat die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) eine Studie durchgeführt, die ein umfassendes Bild der PowerPoint-Nutzung in deutschen Unternehmen liefert. Die nationale Online-Umfrage mit mehr als 1.000 Büromitarbeitern ist die bisher umfangreichste Studie zum Business-Einsatz von PowerPoint in Deutschland. 1.017 Arbeitnehmer, die zu mind. 50 Prozent am Computer arbeiten, wurden befragt. Teilnehmer waren mittelständische Unternehmen mit mindestens 50 Mitarbeitern. Gesamte Branchen wurden durchforstet wie Banken, Chemie, Automotive und Versicherungen. Auftraggeber war die „Made in office“ GmbH.

 

Dabei kam heraus, dass 79 Prozent PowerPoint für interne Meetings nutzen und nur 35 Prozent für Kundenpräsentationen. Da sollten sich Führungskräfte fragen, warum? Wie wird dann präsentiert? Was machen sie mit den restlichen 50 %, die sie nicht am Computer verbringen? Wissen Mitarbeiter, die 50 Prozent ihrer Zeit am Computer sitzen, wie eine Präsentation für einen Kunden im besten Falle aussehen könnte?

 

Interessant ist auch noch folgendes Ergebnis: Ganze 40 Prozent der Mitarbeiter attestieren sich in dieser Studie selbst, lediglich über Grundkenntnisse in PowerPoint zu verfügen. Insbesondere scheint es an der Formatierung zu hapern. Der größte Zeitfresser sei mit 43 Prozent die Formatierungsarbeit, so die Ergebnisse der Studie.

 

Es mag nicht verwunderlich erscheinen, dass der bekannte Slogan „Death by Power Point“ zwar seinen Platz in der Sammlung der coolsten Sprüche findet, leider aber in der Realität noch zu wenig umgesetzt wird. Denn wenn 43% in der Formatierungsarbeit steckt, wo steckt dann die Arbeit für eigene Wirkung, Ausstrahlung, Stimme und Senkung der Nervosität- also mentale Arbeit. Und wie soll eine Präsentation damit überzeugend werden?
Wollen Sie sich also weiter in die Schlange der Langeweiler und Zeitfresser einreihen? Oder sich auf die Inhalte konzentrieren, aussteigen und begeistern?

 

Hier meine Tipps:

 

Bevor Sie eine Präsentation vorbereiten, machen Sie sich in Ruhe Gedanken darüber, was Sie eigentlich sagen möchten.

Wenn Sie es wissen, bilden Sie die Gliederung. Ich habe schon einige Power Point Präsentationen gesehen, die komplett auf Gliederungen verzichtet haben. Leider geht damit der rote Faden verloren. Die Gliederung ist die Grundlage Ihrer gesamten Struktur. Sie hilft Ihnen Ihre Gedanken strukturiert auf die wesentlichen Inhalte zu lenken.

Reduzieren Sie die Folien auf ein Mindestmaß zwischen 5-10 Folien. Sie meinen, damit kommen Sie auf gar keinen Fall aus? Ich verspreche Ihnen, wenn Sie Ihre Inhalte reduzieren, danken Ihnen Ihre Zuhörer und Sie selbst wirken damit wesentlich smarter.

Arbeiten Sie mit Bildern und Videos, mehr als mit geschriebenem Text. Sie sind der Redner, Ihren Worten sollte man lauschen. Wenn zu viel Text auf Folien steht, sind die Zuhörer abgelenkt. Sie stehen im Mittelpunkt.
Die Online-Studie ist kostenlos per Download abrufbar unter

PowerPoint®-Studie

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